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Leserbriefe

Wir wollen:

  • an dieser Stelle die Meinungen unserer LeserInnen veröffentlichen!

06/2018 - Frauenwald und Hundezone

Heute ist es schwer und äußerst mühsam gegen den Strom zu schwimmen und so sehe ich auch die derzeitige Lage in der Gemeinde. Unsere Gemeinde wird nach den letzten Wahlen von einer ÖVP-SPÖ Koalition geführt und es scheint mir, als ob diese Vereinigung nur eines im Sinn hat: Feste zu feiern und sich damit auch feiern zu lassen. Konstruktive Arbeit für Breitenfurt kann ich da keine entdecken, ich sehe aber eine sehr gute Oppositionsarbeit der Grünen. Sie sind wohl derzeit die einzige Oppositionspartei in Breitenfurt und das mit sicherlich schweren Stand gegen die Mehrzahl der alles gutheißenden Bürger.

Thema Frauenwald: seit die Gemeinde als Eigentümer dort fuhrwerkt sieht das Waldstück aus wie ein Truppenübungsplatz. Die Wege wurden monatelang gesperrt. Es wird mit schweren Gerät, vorzugsweise bei Regenwetter, in diesen Wald herumgefahren. Die Folge davon sind Wege, die sich teilweise in unbegehbare Schlammpfützen verwandeln. Bäume liegen quer über Wege und als Höhepunkt wird sachliche Kritik vom Bürgermeisters natürlich keiner Antwort gewürdigt. Das muß wohl die berühmte "Bürgernähe" sein. Aber man feiert, !! Mitten im Frauenwald rodet man eine Lichtung und man fährt mit schweren Traktoren auf den desolaten und aufgeweichten Wegen. Natürlich alles unter den Festmotto "Nachhaltigkeit". Aus diesen Grund hat man wohl zum Waldfest auch noch ein paar ausgestopfte Waldtiere aufgestellt, um die Lächerlichkeit vollkommen zu machen.

Thema Hundezone: seit längerer Zeit ist die Hundezone gesperrt. Eine kleine Brücke die man überqueren muß um in die Hundezone zu gelangen ist zusammengebrochen. Lapidare Auskunft der Gemeinde, es wird länger dauern

Daher meine Bitte an Sie, machen Sie so weiter und ich bin der festen Überzeugung, dass der Wähler dies auch honorieren wird.

Mit herzlichen Grüßen und viel Erfolg
Josef Georg Vas​

04/2018 - Leserbriefe zu "Eltern wollen ihren Kindergarten behalten":

Sehr geehrte Frau Mag. Rass-Hubinek, liebe Leserinnen und Leser,

ich als Mutter eines Kindes des Kindergartens am Kardinal Piffl-Platz möchte Stellung zu dem Artikel in der April-Ausgabe Nr. 76 der „Brennessel“ nehmen.
Ich bin wie vermutlich jedes Elternteil, darauf bedacht unsere Kinder in einem guten Betreuungsumfeld zu wissen. Viele Eltern haben in den letzten Jahren nicht nur eines sondern mehrere Kinder am Kardinal Piffl-Platz über die Jahre hinweg betreuen lassen. Sie schätzen wie ich neben dem augenscheinlich Positiven, wie den großzügigen Garten und die ideenreich gestalteten Räumlichkeiten, vor allem aber die professionelle, individuelle und liebevolle Betreuung durch das Kindergartenteam. Ich habe guten Einblick wie das Team arbeitet, durch den persönlichen Austausch, durch die Möglichkeit Zeit in den Gruppen mit den Kindern zu verbringen oder bei Ausflügen und Festen. Sie vermitteln mit großem, herzlichem Einsatz unseren Kindern wichtige, menschliche Werte, fördern ihre Kreativität und das Miteinander, schätzen sie als Mensch. Sollte es dennoch, wie in jedem Unternehmen, innerhalb des Teams zu Differenzen kommen, so wurde das zu keinem Zeitpunkt und in keiner Weise an den Kindern ausgelassen. Nicht einmal wir als Eltern haben davon etwas gemerkt. Es ist doch als positiv zu betrachten, DAS etwas dagegen intern getan wird. Ein Breittreten in der Öffentlich ist meines Erachtens jedoch mehr als kontraproduktiv!
Ich weiß, dass Sie, Frau Mag. Rass-Hubinek, in einer Oppositionspartei sitzen und sich ihre Partei als „Aufklärerpartei“ sieht. Es ist natürlich immer leichter, die Arbeit des anderen zu kritisieren, wenn man sie nicht selber machen muss. Kritik ist gut, nur sollte sie sachlich und fair sein. Auch wenn diese Vorwürfe stimmen (sollten), finde ich sollte man stets an die betroffenen Menschen denken, und nicht daran, ob es einer Partei Wählerstimmen bringt oder nicht. Befremdlich ist zudem, und da gebe ich Ihnen Recht, die Vorgehensweise, wie die Informationen zur Schließung des Kindergartens in der Schlossallee bzw. das Auslaufen einiger Dienstverträge übermittelt wurden. Auch hier sehe eine Verfehlung und Potenzial zur Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation. Ich fordere alle Parteien und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu auf, sucht das produktive Gespräch mit den Betroffenen im Vorfeld und beendet die hetzerischen Schlammschlachten!
Auf ein GEMEINSAMES Breitenfurt.
Eine Bewohnerin und Mutter

Eine weitere Zusendung dazu:

Werte Gemeinde,
 mit Neugier und Interesse habe ich die Diskussionen rund um die angestrebte Schließung des „Feuerwehrkindergartens“ verfolgt. Mein Interesse daran hat zwei Quellen: einerseits besuchen – und besuchten – meine Enkelkinder den Kindergarten am Kardinal-Piffl-Platz, andererseits arbeite ich (u.a.) als gerichtlich zertifizierte Sachverständige und wissenschaftliche Projektleiterin an Themen wie Förderkonzepterstellung, Beziehungsgestaltung in Gruppen, Erziehungsberatung, u.ä.
Die Planung, Implementierung und Evaluierung von entwicklungsgemäßen Erziehungsprozessen – sei es durch Eltern oder pädagogisches Fachpersonal – ist also mein „täglich Brot“.
Da man auch im privaten Bereich nie ganz die fachliche Brille ablegen kann, ist mir der Kindergarten am Kardinal-Piffl-Platz in all den Jahren – bei Festen, Abholsituationen und durch Gespräche mit den Kindern - positiv aufgefallen: In einer pädagogisch unauffälligen Art und Weise ist es gelungen, dass die Kinder sowohl autonome Konfliktregelungen entwickeln konnten als auch die Kindergartenpädagoginnen als sichere Basis erkennen, wenn sie mit einer Situation überfordert sind. Darüber hinaus zeichnen sich die Kinder generell durch eine gelungene Förderung (besonders sprachlich und feinmotorisch) aus.
Nun mag es sein, dass einzelne Eltern unzufrieden mit dem pädagogischen Konzept oder konkreten Vorgangsweisen / Haltungen der Pädagoginnen sind, der Bürgermeister wenig Sensitivität bei der Bekanntmachung der Schließung des „Feuerwehrkindergartens“ gezeigt hat, und das Team am Kardinal-Piffl-Platz Konflikte hat.
Die Frage ist dann wohl: Wie können Lösungen im Sinne der Kinder erarbeitet werden und wie kann den Eltern Vertrauen in die Arbeit des Kindergartens vermittelt werden, damit sie ohne Ängste und Schuldgefühle ihrer Berufstätigkeit nachgehen können?
Der Artikel im „Brennnessel“ vom April hat dazu sicher nicht beigetragen: Es werden zwei Kindergärten, Kinder und Eltern gegeneinander ausgespielt. Die einen sind die „besseren“, die anderen die „schlechteren“. Der Beitrag polarisiert und wertet (ab).
Nun sind wir es ja in Zeiten wie diesen durchaus gewohnt, dass Parteien politisches Kleingeld um jeden Preis gewinnen wollen. Aber dass  dabei die Kleinsten und ihre Eltern verheizt und gegeneinander ausgespielt werden, ist neu. Neu ist auch, dass die Grünen eine solche Vorgangsweise anwenden. Für mich hatte diese Partei in der Vergangenheit auch immer ein ethisches Wächteramt.
Ein interessantes Detail am Rande: Wenn die Kindergartensituation in Breitenfurt so prekär ist, dass Mütter nicht mehr berufstätig sein können („Manche Eltern nehmen sogar in Kauf, dass sie die Kinder bereits zu Mittag abholen müssen.“), hätte es ja schon längst Unterstützung und Maßnahmen seitens der Gemeinde – und auch der Grünen – gebraucht.
Oder soll Breitenfurt als die einzige österreichische Gemeinde, in der Mütter zwangsläufig Hausfrauen oder Minderbeschäftigte sind, in die Geschichtsbücher eingehen?

Eine weitere Zusendung dazu:

Sehr geehrte Frau Mag. Raß-Hubinek,
Wir sind mit der Betreuung unseres Kindes in der Bärengruppe am Kardinal Piffl Platz äußerst zufrieden. Nicht nur, dass die Räumlichkeiten und der großzügige Garten keine Wünsche offen lassen, ist vor allem die Betreuung durch die Mitarbeiter des Kindergartens erstklassig. Ich persönlich kenne niemanden, der mit dem Gedanken spielt sein Kind in einem anderen Kindergarten unterzubringen.
In der Anlage erhalten Sie einen Brief vom vergangenen Dezember, den wir Eltern der Kinder, die die Bärengruppe besuchen, geschlossen unterschrieben haben. Können Sie sich vorstellen, dass unzufriedene Eltern unglücklicher Kinder so einen Brief schreiben und übergeben?
Der Rücken der Kinder ist meiner Meinung nach der falsche Austragungsort für politisches Hick-Hack und Polemik.
Ich ersuche Sie um saubere Recherche und Richtigstellung!

Eine weitere Zusendung dazu:

In der April-Ausgabe der Brennnessel hat Frau Gabrielle Rass-Hubinek das Thema Schließung des Kindergartens bei der Feuerwehr aufgegriffen.
Vorab können wir uns hoffentlich alle darauf einigen, dass sich die Vorgehensweise von Seiten der Entscheidungsträger betreffend den Informationsfluss an die betroffenen Angestellten und Eltern im Kindergarten Schlossallee, aber sehr wohl auch im Kindergarten Kardinal-Piffl-Platz, sich auf einem sehr dilettantischen Niveau befindet.
Wenn es Frau Rass-Hubinek gelungen ist, den Erhalt des Kindergartens Schlossallee zur offiziellen Grünen-Politik zu machen, an Hand von „eigenen sehr guten Erfahrungen“ wie sie schreibt, ist das wohl in Ordnung.
Nur wenn sie es dafür nötig hat, nicht nur einen zweifellos toll funktionierenden Kindergarten bei der Feuerwehr zu loben, sondern auch den Kindergarten, und vor allem das Personal, am Kardinal-Piffl-Platz schlecht zu reden und falsche Gerüchte und Schlussfolgerungen zu verbreiten, dann ist das nicht mehr in Ordnung.
Es gibt einen Grund, warum weniger Anmeldungen am Piffl-Platz sind: es gibt einfach weniger Kinder im Kindergarten-Alter in Breitenfurt momentan. Auch der Kindergarten in Breitenfurt-Ost hat weniger Anmeldungen als im letzten Kindergartenjahr.
Auch gibt es Eltern die ihre Kinder im Kindergarten Schlossallee abgemeldet und dafür die Kinder am Piffl-Platz angemeldet haben.
Wir haben seit mittlerweile 3,5 Jahren unser Kind im Kindergarten am Piffl-Platz und seit 1,5 Jahren auch unser zweites Kind dort und beide werden auch bis zum Schulantritt dort bleiben! Wir können uns keinen passenderen Kindergarten für unsere Kinder vorstellen.
Wir durften am Piffl-Platz einen sehr gut funktionierenden Kindergarten mit sehr kompetenten, engagierten und liebvollen Pädagoginnen und Betreuerinnen kennenlernen. Wir und unsere Kinder fühlen uns/sich dort sehr wohl, egal mit welcher Konstellation von Pädagoginnen und Betreuerinnen.
Falls es dort innerbetriebliche Konflikte gegeben haben soll, dann haben wir es als Eltern nicht mitbekommen. Wenn dem so war, finden wir es äußerst begrüßenswert und hochprofessionell, dass die Gemeinde ein solches Problem versucht mit Mediation zu lösen. Das ist wohl auch im Sinne des Weltbildes der Grünen? Wir sind ja schon gewohnt, dass in allen Parteizeitungen in Breitenfurt generell ein etwas härterer Ton zu lesen ist. Tatsächlich grenzen einige Aussagen in ihrem Artikel aber schon fast an Rufschädigung gegenüber den Angestellten im Kindergarten Piffl-Platz. Eventuell hat Frau Rass-Hubinek vergessen, dass es hier ja eben um Angestellte geht,  die tagtäglich ihren Job gewissenhaft ausführen, ohne jedwegliche politischen Agenden zu verfolgen.
Wir erwarten von Frau Rass-Hubinek, dass sie diesen Unterschied erkennt und sich in der nächsten Ausgabe und/oder persönlich im Kindergarten am Piffl-Platz entschuldigt.

Eine weitere Zusendung dazu:

​Liebe Grüne,
als wir ihren Artikel „Eltern wollen ihren Kindergarten behalten“ in der April Ausgabe gelesen habe waren wir zutiefst schockiert. Unsere Kinder besuchen den Kindergarten am Kardinal-Piffl-Platz seit nunmehr dreieinhalb Jahren. Noch nie wäre es uns aufgefallen, dass es im Team Konflikte gibt, die Auswirkungen auf die Stimmung im Kindergartenalltag, geschweige denn auf die Kinder gehabt hätten. In der Gruppe unserer Kinder ist uns auch kein Kind bekannt, dass in den letzten dreieinhalb Jahren den Kindergarten gewechselt hätte. Die Stimmung unter den Eltern, zu den Pädagoginnen und zwischen den Kindern und ihren Pädagoginnen ist sehr gut und wir würden den Kindergarten immer empfehlen. Es würde uns schon sehr interessieren welche Quellen sie für ihren Artikel herangezogen haben, uns haben sie nicht gefragt. Sollte es Konflikte im Team geben für die es Mediation braucht und diese auch in Anspruch genommen wird, so ist dies ein höchst professionelles Vorgehen. Teams in denen es keine Konflikte gibt, wird es wohl kaum geben. Im Falle von Konflikten ist es dem Team in außerordentlicher Weise gelungen, diese vom Kindergartenalltag fernzuhalten. Auch wundern wir uns über ihren politischen Stil den wir so nicht erwartet hätten und der uns einigermaßen enttäuscht. Wir leben gerade in einer Welt wo Schwarz-Weiß gemalt wird und Spaltungen in Gut und Böse an der Tagesordnung stehen. Die Grünen stehen für uns eigentlich dafür, solch einem politischen Stil nicht zu wählen. Umso befremdlicher ist es, dass sie einen „guten“ und einen „bösen“ Kindergarten propagieren. Dies kann wohl wirklich nicht der Realität entsprechen. Eine Entschuldigung bei der Kindergartenleitung und ihrem Team würden wir als wirklich angemessen betrachten, denen wir für ihr Engagement, ihr offenes Ohr und ihre liebevolle Art an dieser Stelle Danken möchten.

04/2018 - Zum Leserbrief von J. E. in „Breitenfurt aktuell“ und der „BRENNNESSEL“ im Jänner 2018 „Damit es licht werde im Norden von Breitenfurt“

Die in der letzten Ausgabe von „Breitenfurt aktuell“ veröffentlichte Stellungnahme der Bundesforste zu diesem Leserbrief geht an der Thematik des Briefes vorbei. In dieser werden zwar allgemeine Grundsätze der Waldbewirtschaftung im Wienerwald (z. B. Erntealter, Förderung von Jungpflanzen usw.) erläutert, so wie allgemein Verdienste der Bundeforste hervorgehoben. Auf die im Leserbrief beanstandeten forstlichen Maßnahmen entlang der Forststraße „Laaber Straße“ wird überhaupt nicht eingegangen – das sind insbesonders: die extrem breit ausgeholzte Forststraße – die Vernichtung von Dickicht und Hecken als Lebensraum unzähliger Tiere – die Abholzung großer zusammenhängender Flächen (Bäume wesentlich jünger als 120 Jahre) – die extreme Auslichtung verbleibender Jungbestände.

Dabei werden ausgedehnte Flächen mit Raupenfahrzeugen befahren. Die dadurch entstandenen Rinnen (siehe Foto) und die Verlegung der Straßengräben führen bei Starkregen zu Wasserschäden.

Auch wenn der Staat als Alleinaktionär der Bundesforste möglichst hohe Einnahmen aus seinen Wäldern lukrieren will, wäre es wünschenswert, dass gerade im Naherholungsgebiet von Wien und direkt angrenzend an die Siedlungsgebiete von Breitenfurt mit mehr Fingerspitzengefühl und Rücksicht auf die Erholungsfunktion des Waldes die Bewirtschaftung durchgeführt würde.

Oberforstrat

Dipl.-Ing. Peter Rothe


01/2018 - Damit es licht werde im Norden von Breitenfurt …

Nein, leider keine verspätete Weihnachtsgeschichte, sondern eine radikale Abholzungs- und Auslichtungsaktion zur Adventszeit.

Der Forstweg vom Kloster St. Josef nach Laab ist auf eine extreme Breite ausgeholzt.

Viele Waldflächen wurden in den letzten Jahren abgeholzt. Die noch nicht abgeholzten Flächen werden derzeit extrem ausgelichtet.

Bestimmt ist das alles wichtig für eine gute Entwicklung der verbliebenen Bäume und für eine gute zukünftige Holzernte. Wenn ich mich allerdings in die Tiere hineindenke, dann hätte ich die Umgebung von Breitenfurt schon verlassen. Ein hoher Anteil der Hecken und des Dickichts sind vernichtet. Ich weiß sehr wohl, dass sich die Natur wieder entwickelt und ihren Bereich zurückerobert – ich kann mir aber nicht vorstellen, dass alle Tiere die Zeit, bis wieder alles nachgewachsen ist, auch entsprechend überbrücken können.

Hecken, ebenso wie Fluss- und Bachränder, sind die wichtigsten vernetzten Strukturelemente unserer Landschaft: Sie sind bandförmige Lebensräume mit insgesamt bis zu 800 verschiedenen Pflanzen- und 7000 Tierarten (Auszug aus dem Folder des Österreichischen Naturschutzbundes).

Die Förster und Waldarbeiter erledigen hier sicherlich gewissenhaft ihre Arbeit. Ihre Vorgesetzten, die dazu die Befehle ausgeben, sind hoffentlich Fachleute und keine Schreibtischtäter, die irgendwelche Anforderungen nach Holzbedarf oder Geldeinnahmen abdecken. Im Vorjahr habe ich einen Holzarbeiter gefragt, ob derzeit nicht sehr extrem abgeholzt wird. Er hat gelacht und gesagt, das ist ganz einfach, da kommt eine Anforderung aus dem Ministerium über soviele m3 Eiche und soviel m3 Buche und das wird dann geschlagen – heuer in Breitenfurt und nächstes Jahr wieder woanders.

Bei den Jägern bin ich mir nicht so sicher, ob sie in vollem Ausmaß auf das Wohl ihrer Tiere achten oder dazu nichts zu sagen haben? Unverschämt wäre die Unterstellung, dass sie froh sind, nicht mehr auf die ausgeholzten Schneisen bei ihren Hochständen angewiesen zu sein und endlich im ganzen, lichten Wald die Tiere gut beobachten können.

Ich bin in keinem dieser Bereiche Fachmann, habe aber Hausverstand und bin nach Breitenfurt gezogen, weil ich die schöne Natur rundherum sehr schätze. Dass diese nicht auf Dauer unberührt bleibt und wirtschaftlich genützt wird, ist mir auch klar. Dass diese Nutzung immer extremer werden muss (weil es sich ja rechnen muss), erinnert mich an den weisen Indianer- Spruch: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Josef Embacher, Breitenfurt


11/2017 - Link zu Mountainbiketouren

Mit Interesse haben wir Ihren Artikel in der „BRENNNESSEL 06/2017“ auf Seite 1 gelesen. Es freut uns, wenn die Wälder um Breitenfurt als Erholungsraum gepriesen werden. Der guten Ordnung halber möchten wir nur anmerken, dass der von Ihnen publizierte Link (www.outdooractive.com) zu den Mountainbiketouren in Breitenfurt bei Wien leider auch MTB-Routen veröffentlicht, welche nicht freigegeben sind. Unter www.wienerwald.info/mountainbiken​ finden Sie das aktuelle MTB-Streckennetz. Vielleicht können Sie in Ihrer nächsten Ausgabe der BRENNNESSEL auf diesen Link hinweisen, um ein „Miteinander im Wienerwald“ weiter zu fördern?

Mit freundlichen Grüßen.

Bernhard Herzog

Österreichische Bundesforste AG


05/2017 - Geheimnisvolle Grundmauern? Thomas Steigberger schrieb in der letzten Brennnessel von baulichen Überresten und diversen Gerüchten um sie. Einige BreitenfurterInnen meldeten sich dazu und berichteten von albanischen Arbeitern, von Lazaretten für NS-Soldaten, von nie fertig gebauten Vorhaben usw. Helmut Schmitt klärt nun auf:

Sie schreiben im Heft 72/April 2017 der BRENNNESSEL von geheimnisvollen Grundmauern im Bereich der Liesingtalstraße. Dazu möchte ich ihnen folgende Erklärung liefern:

In der Zwischenkriegszeit entstanden auf den großen Grünflächen rund um den Kern der Großstadt „wilde“ Siedlungen (z.B. Bruckhaufen, Essling etc.), aber auch in Breitenfurt - das damals ja zu Wien gehörte - war das Siedlungswesen außer Kontrolle geraten. So wurde von den neuen Machthabern ein generelles Neubauverbot erlassen um eine gewisse Ordnung in die verselbständigende Siedlungstätigkeit zu bringen. Doch je länger der Krieg dauerte, umso stärker begann wieder das unkontrollierte Siedeln, auch in Breitenfurt. Das Problem wurde zu Beginn der 40-er Jahre so groß, dass der Wiener Bürgermeister Philipp Wilhelm Jung forderte, spezielle Siedlungs- und Neubaugebiete auszuweisen und gegen wilde Siedler rigoros vorzugehen. Darauf antwortete ihm der Leiter der Wiener Landesplanung, Dr. Andreas Tröster: „Das Gebiet von Liesing bis Mödling ist durchwegs von wilden Siedlungen aufgeschlossen, hier … sind Zusammenfügungen unbedingt notwendig … für 100.000 Wohnungen in aufgelockerter Bauweise. Eine Wiener-Wald-Besiedlung ist mit allen Mitteln zu verhindern, das Breitenfurter Tal sowieso abzusiedeln …“. Handschriftlich merkte er noch an: „! aber wo? dort wo wir wollen, wollen die nicht!“ Umgesetzt wurde davon aber nichts, ganz im Gegenteil. Als ab dem Jahr 1943 die Luftangriffe auf Hitler-Deutschland immer intensiver wurden, verfügte der Reichsleiter der NSDAP und Leiter des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront (DAF), Robert Ley, den Bau von sogenannten Ley-Siedlungen außerhalb der von den Luftangriffen bedrohten Gebiete, wobei die dabei zur Ausführung gelangenden Gebäudetypen immer mehr der schlechten Versorgung mit Baumaterial angepasst wurden. Auch in Wien begann man sich ab 1943 mit dem Bau dieser sogenannten „Behelfsunterkünfte“ auseinanderzusetzen und orientierte sich dabei am vorgegebenen „Reichseinheitstyp“. 50.000 solcher Wohneinheiten sollten damals am Stadtrand von Groß-Wien entstehen. Aber erst Ende 1944 wurde die Errichtung von 2.000 solcher Behelfsheime für Bombengeschädigte in Angriff genommen, darunter 115 in Breitenfurt. Die dazu notwendigen Grundstücke waren ja vorhanden, denn mit dem Verlust der Selbständigkeit Breitenfurts im Jahr 1938 gingen auch die betreffenden Grundstücke, die zuvor der „Eigenheim Kommandit- und Wohnungs- Aktiengesellschaft“ gehörten, in das Eigentum der Deutschen Arbeitsfront über. Doch die Ziegelindustrie sah sich nicht mehr imstande, für diese Behelfsheime das notwendige Baumaterial zu liefern. So wurden sie zumeist aus Schlacke- und Betonhohlsteinen, oder im Holzskelettbau mit Schilfmatten zur Wärmedämmung, errichtet. Darüber hinaus mangelte es auch an Arbeitskräften, insbesondere fehlten Fachkräfte. So verzögerte sich der Baufortschritt erheblich. Die in Breitenfurt im Kirchenbergl stehenden Grundmauern sowie die Fundamente auf der EVN-Wiese und entlang der Liesingtalstraße, die von ihren Abmessungen her der vom Architekten Franz Schuster entwickelten „Wiener Type“ entsprechen, sind Überreste der letzten Versuche einer kriegsbedingten Wiener Wohnbaupolitik. Sehr wahrscheinlich, dass die Gebäude zu Kriegsende noch nicht einmal bezogen worden waren.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schmitt

Quellen:
Die Gemeindeverwaltung des Reichsgaues Wien vom 1. April 1940 bis 31. März 1945; Verwaltungsbericht, herausgegeben von der Stadt Wien, Abteilung für Statistik, S 196

Wiener Studien zur Zeitgeschichte, Band 7; Ingeburg Weinberger: NS-Siedlungen in Wien; LIT-Verlag Wien; Seite 249-260

01/2017 - Heilsames Unkraut

Durch Zufall bin ich auf die „Brennnessel“ gestoßen. Bei der sorgfältigen Lektüre der beiden letzten Nummern kam ich ins Staunen und Schwärmen.

Ich kenne jedenfalls keine parteinahe Gemeindezeitung in ganz Österreich, die einen derartig hohen Standard in jederlei Hinsicht bietet. Sämtliche Beiträge sind sachlich fundiert und kommen ohne die üblichen Polemiken, primitiven Unterstellungen und Übergriffe aus. Sie bieten vielmehr gediegene Hintergrundinformation und verzichten dabei auf ideologische Vereinnahmung und parteipolitische Einseitigkeit. Sie machen mit gründlicher Recherche, hoher Kompetenz und gutem Stil auf Missstände, Packeleien und Probleme aufmerksam und bieten sachorientierte Lösungen an. Dazu kommen ein äußerst ansprechendes Layout und ein ausführlicher Service-Teil. Und dahinter steht offensichtlich ein nicht nur sehr engagiertes, sondern zudem auch hochprofessionelles ehrenamtliches Team! Alle Parteien einschließlich der Grünen auf Landes- und Bundesebene sollten sich das zum Vorbild nehmen!

Ich bin mir nicht sicher, ob es allen BreitenfurterInnen bewusst ist, welch heilsames „Unkraut“ da in ihrem Gemeindegarten wächst. Breitenfurt muss jedenfalls nichts fürchten, solange es solche BürgerInnen hat und noch viele „Brennnesseln“ nachwachsen. Ich freue mich schon auf das Frühjahr!

Mag. Dr. Karl Kumpfmüller

01/2017 - Liebe Grüne Kollegen aus dem benachbarten Breitenfurt!

Vielen Dank, dass ihr mir immer die aktuelle BRENNNESSEL sendet. Muss echt sagen, das ist die gelungenste, dabei vor allem informativste UND unterhaltsamste Publikation einer Ortsgruppe, die ich kenne. 

Chapeau! ... und weiter so. Muntere Waldgrüsse aus Liesing!

Michael Klemsch

01/2017 - Silvesterknallerei

Gemäß „same procedere as every year" und der gesetzmäßigen Regelmäßigkeit des Jahreswechsels, beginnt der archaische Brauch der Silvesterknallerei. Obwohl eigentlich im Ortsgebiet untersagt, glauben einige Mitmenschen, nicht nur sich selbst, sondern auch ihrer Nachbarschaft eine Freude machen zu müssen. Ungeachtet ob dies erwünscht wird oder nicht. Ein besonders lärmspendables Exemplar der Gattung besiedelt den Margaritenweg. Nicht nur, dass er sich selbst und seine mitfeiernden Gäste erfreut am hellen Klang der Böller und Raketen im eigenen Garten – nein es dürfen sämtliche Anwohner daran teilhaben weil der Quell der Freude auf die Straße verlegt wird. Somit haben viele Haushalte mit älteren Mitmenschen, viele mit Haustieren, auch etwas davon. Und das Straßenbild wird durch die Hinterlassenschaften auch behübscht. Aber wahrscheinlich geschieht das im besten Glauben, schließlich handelt man ja als Mitglied einer politischen Vereinigung stets im öffentlichen Interesse und zum Wohle der Allgemeinheit. Nun zumindest wir können auf diese Art der Zwangsbeglückung gerne verzichten. Siehe Bild vom Morgen danach.

Michael Kraus

04/2016 - Baumrodungen

Ich wohne seit 24 Jahren in Breitenfurt am Königsbühel und bin immer wieder gerne auf der Forststraße Richtung Laab im Walde unterwegs. Ein wunderschöner Weg, den man auch immer wieder gerne hergezeigt hat. Was sich aber in den letzten Jahren, ganz speziell in diesem Winter, entlang dieser Straße abspielt, ist nur schwer nachzuvollziehen.

Nicht nur, dass man mit schweren Fahrzeugen breite Schneisen durch den Wald gemacht hat, werden seit Herbst nicht wie bisher nur einzelne Bäume gefällt, sondern ganze Flächen gerodet.

Wenn sich das so fortsetzt, wird von unserem schönen Wald nicht mehr viel übrig bleiben.

Wo sind unsere Waldhüter und wie verhält es sich mit dem Krach durch die Baufahrzeuge, der durch den ausgebliebenen Winter die Tiere in ihrer Winterruhe stört? Für Radfahrer und Reiter werden Verbotsschilder angebracht, um die Tiere nicht zu stören. Sowieso ein totaler Schwachsinn!

Was mir auch auffällt, eine Waldpflege so wie früher gibt es kaum mehr, vielerorts bleiben die Äste liegen. Soviel mir bekannt ist, bevorzugt der Borkenkäfer nur lebendes Holz, also warum wird der Wald nach Schlägerungen nicht aufgeräumt?

Derzeit lässt die Gemeinde an der Hauptstraße Zäune zum Schutz der geschützten Unken und Kröten aufstellen, engagierte Breitenfurter bemühen sich jedes Jahr, den Tieren die sichere Überquerung der Hauptstraße zu ermöglichen.

Niemanden interessiert aber, dass ein paar hundert Meter oberhalb die Kröten noch ihren Winterschlaf in den belaubten Rinnen neben der Forststraße halten. Tonnen von gefällten Bäumen wurden genau dort platziert, die Tiere haben keine Chance, hier lebend herauszukommen.

Wer bestimmt eigentlich den Zeitpunkt für die Rodungen?

Offensichtlich jemand, der für unsere Natur wenig übrig hat. Denn sonst würde man auch ältere Bäume mit Höhlen stehen lassen, um diese den Vögel, etc., als Behausung zur Aufzucht ihrer Jungen zu überlassen. Profitorientiert – aber sprechen wir nicht immer von Nachhaltigkeit?

Das bedeutet aber, dass wir für Generationen unsere Natur schützen müssen. Warum gehen wir dann so sorglos mit ihr um?

Michaela Lang

01/2016 - Anmerkungen zu den Behauptungen von Dr. Hahn im Leserbrief vom 25.12.2015, siehe weiter unten, im Detail:

1. Das Projekt des Waldsportpfades hat mit einem eventuellen Was-auch-immer-Projekt auf der Wiese absolut nichts zu tun (wie in der Überschrift angedeutet wird).

2. 7-8 punktuelle Geräte, die zu einem guten Teil aus heimischem Holz bestehen, mit einer Verbauung gleichzusetzen ist stark übertreibend (vgl. Hochstände, Wildfütterungen, Schrankenanlagen etc.)

3. Der Waldsportpfad soll die unbestritten zahlreichen Gelegenheiten zum Spazieren, Laufen und Walken nicht ersetzen, sondern ergänzend dazu angeleitete Fitnessübungen in der freien Natur ermöglichen.

4. Einerseits von "bis zu hundert Teilnehmern Anfang der Neunzigerjahre" bei Waldlauftreffs zu sprechen und andererseits zu behaupten, "der Fitness-Parcours am Hirschentanz wurde nie richtig angenommen" und er wäre "alsbald dem Verfall preisgegeben" worden, bedarf nachvollziehbarer Informationen, um mehr als eine tendenziöse Behauptung zu bleiben.

5. Die von Dr. Hahn angeführte Vermischung der Beschreibung und der Kosten von Waldsportpfad und optionalem Yolates-Pfad ist nicht zutreffend und mit den der Gemeinde vorliegenden Unterlagen eindeutig zu widerlegen (Kosten Waldsportpfad: ca. 30.500 € (davon 7.500 Gemeinde Breitenfurt, 2.500 Land NÖ, Rest Sponsoren), Kosten optionaler Yolates-Pfad: zusätzlich 5.500 €).

6. Die parteiunabhängigen Initiatoren des Waldsportpfades haben Pflegemaßnahmen im Wald bisher weder kritisiert, noch eine bestimmte Waldbewirtschaftung gefordert.

7. Wenn sich das Wild schon derzeit trotz Hunden und Menschen im Frauenwald aufhält, wird es sich in Zukunft durch einige Holzgeräte und dort trainierende Menschen weiterhin nicht gestört fühlen. Es ist den Initiatoren umso mehr ein Anliegen, die geplante Nutzung in die Nähe vorhandener Nutzungen zu legen, anstatt bestehende Ruhezonen neu zu erschließen.

Informationen zum Waldsportpfad Breitenfurt:

Im Rahmen des überparteilichen Bürgerbeteiligungsprozesses von Breitenfurt.2023 wurde das Projekt eines Waldsportpfades im Frauenwald entwickelt und vom Gemeinderat für das Jahr 2016 ins Budget aufgenommen, wobei 2/3 der Kosten durch Sponsorengelder aufgebracht werden sollen.

Durch die zentrale Lage, Nähe zu Schule, Hort und Sportplatz, die flache Beschaffenheit der Runde, die Offenheit und Überschaubarkeit des Waldes, die bereits vorhandenen und vielbegangenen Wege und auch einigen Freiflächen, welche Platz für die erdachten Stationen geben, bietet dieser kleine Wald im Eigentum der Gemeinde ausgezeichnete Voraussetzungen.

Geplant sind derzeit 7-8 Stationen, bestehend aus stabilen, TÜV-geprüften Holzgeräten der Firma Moser, welche Robinie und Lungauer Lärche dafür verarbeitet. Auf den derzeit am Rand des Frauenwaldes bestehenden Wegen sollen Stationen wie eine Balancierstrecke, ein Dreifachreck, Sit-up-Bank, Rückentrainer, Liegestütz-Balken und eine Hangelstrecke allen Generationen, je nach Kondition, Zeit und Lust, mit diversen Übungsvorschlägen auf Tafeln, zur Verfügung stehen. Für genannte Tafeln, die Streckenvermessung, Gesamtkonzept etc. wurde die Firma Runnersfun ins Auge gefasst. Ein zusätzlicher Yolatespfad mit dem gleichen Verlauf ist derzeit nur optional geplant und würde gesondert berechnet werden.

Die Kürze der Strecke (ca. 1,5km) und die gute Erreichbarkeit (nahe Busstation) entsprechen den heutigen Anforderungen, die sich seit Zeiten des Waldsportpfades am Hirschentanz verändert haben. Oft bleibt nicht viel Zeit zum Sport, und so kann hier in einer Runde der gesamte Körper trainiert werden. Wer mehr Zeit hat, kann in mehreren Runden jeweils andere Übungen probieren. Mag. Barbara Kral vom LIFE-Sportstudio Breitenfurt hat bei der Konzipierung geholfen und würde sich auch über die Möglichkeit eines Outdoor-Trainings mit ihren Kunden und Interessierten freuen.

Bereits jetzt sind auf jenen Wegen viele Spaziergänger (mit oder ohne Hund) und Läufer unterwegs. Es ist nicht unser Ziel, vermeintlich unberührte Natur zu zerstören, sondern bereits intensiv begangene Wege zu nutzen, um dadurch den Breitenfurterinnen und Breitenfurtern die Möglichkeit zu geben, gesünder, agiler, beweglicher und aktiver zu werden und zu bleiben.

Monika Steidl, Initiatorin Waldsportpfad

Dipl.-Ing. Alexander Beran, Landschaftsplaner (BOKU)

01/2016 -  Wiese geschützt – Wald verbaut?

Zum geplanten „neuen Waldsportpfad im Frauenwald“ einige Gedanken: Breitenfurt bietet mit seiner Lage fast unbegrenzt Möglichkeiten zum Spazieren, Laufen und Walken in freier Natur und in unmittelbarer Umgebung. Wir haben bereits vor Jahren detaillierte Streckenpläne ausgearbeitet und veröffentlicht und in Form von regelmäßigen, wöchentlichen, betreuten Waldlauftreffs für unterschiedliche Anforderungsstufen in die Praxis umgesetzt, mit bis zu hundert Teilnehmern Anfang der Neunzigerjahre.

Der Fitness-Parcours am Hirschentanz wurde nie richtig angenommen, die Stationen waren alsbald dem Verfall preisgegeben, weil nicht betreut, deren Reste dienen seit Jahren keinerlei körperlicher Ertüchtigung, sondern stellen ein Gefährdungspotential für spielende Kinder dar und sollten endlich entsorgt werden.

Der geplante Rundkurs von 1,5 Kilometer Länge mit „ganzheitlichen Modulen für Geist und Seele“, einem GPS-gesteuertem Streckenleitsystem, einem begleitendem „Yolates-Weg“, einer „Mischung aus Pilates, Yoga und Meditation nach fernöstlichem Vorbild“, steht mit seiner gesundheitlichen Relevanz für die Breitenfurter Bevölkerung in keinem Verhältnis zu den geplanten Kosten von über 30.000 Euro.

Die erforderlichen Pflegemaßnahmen im Frauenwald wurden seinerzeit lautstark kritisiert, ein „naturnaher Urwald“ gefordert , ein „Gemeindebeserlpark“ befürchtet, und nun darf’s auf einmal ein generationsübergreifender Erlebensraum“ im Wald sein?

Vor fünfzehn Jahren waren noch Fasane im Frauenwald und der damals angrenzenden Baumschule. Wir zählten im Jahr 2000 noch 18 Stück nahe der Fasangasse (woher die wohl ihren Namen hat?). Es gibt befahrene Fuchs- und Dachsbaue, mehrere Rehfamilien haben dort ihr zu Hause, ja sogar Schwarzwild wurde dort regelmäßig gefährtet (und auch gesehen) und nun soll neben der Hundeauslaufzone, der Rettungshundebrigadestaffel auch noch eine Begegnungszone für Jung und Alt im Frauenwald entstehen?

Wo beginnt unser grünes Gewissen und wo hört es auf? Haben unsere freilebenden Tiere nicht auch ein Recht auf Lebensraum? Freuen wir uns doch, wenn wir mitten im Ort ein Stück Natur, ein Waldgebiet, den Frauenwald, haben, und lassen wir ihn bitte so, wie er ist, ohne neuen Erlebnispfad!

Franz Hahn, Gemeindearzt

01/2016 - Liebe Stachelbeeren!

Wir kommen aus Mauer und Atzgersdorf und besuchen fast täglich die Hundeauslaufzone (Artikel Heft 65), da es bei uns nicht so tolle Auslaufmöglichkeiten gibt! Es ist uns auch egal „ob und wie“ gatschig wir wieder nach Hause kommen. Für uns zählt nur, dass sich unsere Hunde austoben können und sich wohlfühlen.

All denen, die mit der Hundeauslaufzone nicht zufrieden sind, möchten wir empfehlen, einmal die Hundeauslaufzone in der Gesslgasse zu besuchen, danach wird die Hundeauslaufzone mehr geschätzt werden!!!

Viele liebe Grüße von unseren Besitzern und viele Wuwuwus von Liisa, Archie und Joker

Karina Loumann, 1230 Wien

01/2016 - Ein besorgter Breitenfurter

Seit fast 40 Jahren lebe ich nun in Breitenfurt. Ich bezeichne mich selbst aus vollster Überzeugung als Breitenfurter. Glücklich darüber, in so einem schönen Ort zu leben. Stolz darüber, so eine schöne Landschaft in unmittelbarer Nähe genießen zu können.

Was sich aber in den letzten Jahren an brutalen Rodungen, ohne Gefühl für die Naturschönheit abspielt, ist unglaublich. Auswärtige Firmen, denen unsere wunderbare Umgebung vollkommen egal ist, verschandeln und zerstören unseren Lebensraum! Es wäre an der Zeit, dass unser Förster, der ein sehr umweltbewusster Mann ist, sich dafür stark macht und dem Treiben ein Ende setzt.

Ganz aktuell: Der verlängerte Lerchensteig, die einzige Möglichkeit, ohne über die stark befahrene Hirschentanzstraße den Umkehrplatz zu erreichen, ist derzeit unpassierbar. Die Forstarbeiter haben beim Abtransport des Holzes tiefe Spurrinnen hinterlassen und so den Weg vollkommen ruiniert. Ich hoffe, diese Schäden lassen sich je wieder beheben.

Zum Jahreswechsel wünsche ich mir, dass sich sowohl die Gemeinde Breitenfurt als auch die Bundesforste gemeinsam zum Wohle der Bürger und der Natur etwas einfallen lassen um solche Missstände zu vermeiden.

Rudi Stark, 2384 Breitenfurt

10/2015 - Instandhaltung statt Staudammbau

1998 hatten wir ein sehr starkes Hochwasser im Bereich Buchengasse–Waldstraße. Der damalige Förster reagierte sofort. Es wurden Rohre verlegt, um das angeschwemmte Totholz aufzufangen. Dies funktionierte auch, solange die Rohre nach jedem starken Regen gereinigt wurden.

Durch Einsparungen seitens der Gemeinde Wien wurde das Revier Breitenfurt mit dem Revier Lainzer Tiergarten zusammen gelegt, und die Reinigungarbeiten bei den Rohren wurden eingestellt. 2010 hatte ich deswegen einen Termin bei Bürgermeister Herzig. Dabei zeigte ich ihm, dass alle Rohre mit Totholz verlegt sind und sich ca. 1,5 Kilometer hinter den Grundstücken ein Staudamm mit ungefähr 8 Meter Höhe aus Totholz gebildet hat. Seine Antwort darauf war, das sei Gemeinde-Wien-Grund und er werde es weiterleiten. Geschehen ist allerdings nichts!

Dann kam das Jahr 2014 –Starkregen. Der Damm aus diesem Totholz brach. Da alle Rohre schon vorher verstopft waren, schoss das Wasser ungehindert darüber hinweg. Was zur Folge hatte, dass die Auffanggrube im Bereich Waldstraße innerhalb weniger Minuten mit Totholz verlegt war. Die Folge war das stärkste Hochwasser seit langem, bei dem sogar die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden unsere Breitenfurter Feuerwehr unterstützten. Noch einmal DANKE an all diese freiwilligen Helfer!

Meine persönliche Meinung dazu ist, bei sofortiger Reaktion und Reinigung des Baches wäre es manchen Breitenfurtern erspart geblieben, dass ihre Keller voll mit Wasser waren. Hätte diese Aufgabe z. B. der Bauhof übernommen, wäre es vielleicht zu maximal zwei Arbeitstagen gekommen, um alles zu entfernen und zu reinigen.

Fritz Kwech, Breitenfurt

10/2015 - Raser in Breitenfurt-West

Wir wohnen auf Stelzerbergstraße 14a, bzw. 16. Die Stelzerbergstraße zwischen Bauernhof Embacher und ÖVP-Club ist eine klassische Überhol- und Vollgasstrecke in Breitenfurt West.

Es ist ein Wunder, dass hier bis jetzt noch nichts passiert ist. Auch aus dem Grund, da vis-à-vis von uns der Hobby-Fussballplatz ist, wo doch immer wieder Bälle versehentlich auf der Straße landen. Speziell an Wochenenden gibt es Auto- bzw. Motorradfahrer, die dieses Stück mit weit mehr als 50 km/h (wahrscheinlich bis zu 100 oder 120 km/h) befahren.

Wenn man von unserem Grundstück auf die Stelzerbergstraße fahren möchte, sieht man sehr schlecht, ob von oben, also vom Stelzerberg, etwas kommt – ein gefährliches Lotteriespiel. Des weiteren sind zwischen Feuerwehr und Müllinsel ein Kinderspielplatz und der Kindergarten.

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Streckenabschnitt sicherer zu machen, aber anscheinend muss vorher etwas Gravierendes passieren, bis seitens der Gemeinde etwas getan wird. Es leben hier viele Kinder, aber auch Tiere, die durch diese extrem rücksichtslosen und asozialen Raser sehr gefährdet sind. Deswegen sollte endlich eine Verkehrsberuhigung gemacht werden, damit die von der Gemeinde so angepriesene Lebensqualität auch gegeben ist.

Michael Walisch, Breitenfurt

10/2015 - „Wehret den Anfängen!“

(Leserbrief zu BRENNNESSEL, Heft 64/Mai 2015 und unsere heimat, Mai 2015/Nr. 05)

Per Leserbrief und einem Kommentar versuchen die Grünen in ihrer Mai-Ausgabe Stimmung gegen einen erfolgreichen, ehemaligen Gemeinderat zu machen, nur weil er weiterhin – gegen eine kleine Aufwandsentschädigung – für die Gemeinde tätig ist. Und dass der Blasiussteig bzw. das private Grundstück hinter dem Pfarrgarten einmal ausgeholzt werden musste, ist zumindest all jenen klar, die entweder bei Sturm und Regen auf diese Verbindung angewiesen sind, sowie auch jenen, die an die Sicherheit ihrer spielenden Kinder denken.

Nun fühlt sich aber die ÖVP wiederum in ihrer Mai-Ausgabe dazu bemüßigt, ihrerseits auf die Grünen loszugehen und ein polemisches Hickhack nach dem Motto „wer ist der bessere Grüne“ bzw. „haust du meinen Sack, so haue ich deinen …“ zu eröffnen bzw. fortzusetzen.

Abgesehen davon, dass solches von der Bevölkerung nicht goutiert wird – schon einmal, in den 80-er Jahren, wurde ein Bürgermeister nicht zuletzt deswegen abgewählt, weil man des Hickhack’s in den Zeitungen überdrüssig war – stößt mir ein Argument in der Auseinandersetzung besonders übel auf. Ich zitiere: „Unsere Recherchen haben übrigens auch ergeben, dass sich die Grünen als einzige Partei nicht auf der Spendenliste (…) für die Renovierung der Barockkirche St. Johann finden – Vorschiften möchten sie der Pfarre aber trotzdem machen.“ (unsere heimat, Mai 2015/Nr. 05, Seite 3 rechts unten, gezeichnet mit Red. – somit offizielle Meinung der ÖVP-Redaktion).

Ich finde es ungeheuerlich, wenn man Breitenfurter in „gute Breitenfurter“, die gespendet haben, und schlechte Breitenfurter“, die nicht gespendet haben und deshalb ihren Mund halten sollen, auseinanderdividiert. Man kann spenden und Gutes tun, anonym und auch ohne sich dafür in der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen. Es ist aber eine Frage des Respekts, der Toleranz und des Anstandes, wie man in Diskussionen miteinander umgeht. Brunnenvergifter jedoch sollten in der Breitenfurter Politik nichts zu suchen haben.

Helmut Schmitt, 2384 Breitenfurt

08/2015 - Motorradlärm in Hochroterd

Heute war wieder ein Sonntag, an dem ich nicht weiß, ob die Freude am schönen Wetter oder die Aggression gegenüber dem Motorradlärm überwiegt. Vom Vormittag bis zum Einbruch der Dunkelheit donnerten die Motorräder, meist in Gruppen, mit einem Affentempo die Hochroterdstraße hinauf und hinunter, oft unter Kultivierung von Fehlzündungen und absichtlichem Aufdrehen der PS-Zahl. Im Garten war es unmöglich, Gespräche normal zu führen, immer musste man unterbrechen.

Ein einziges Mal habe ich die Polizei bei Geschwindigkeitsmessungen gesehen und mich beklagt. Der Polizist meinte „ich frag mich, wieso die Leute das hinnehmen“.

Viktoria Hasler, 2384 Breitenfurt

Ältere Leserbriefe finden sich in den jeweiligen Ausgaben der Brennnessel im Archiv!